Ein Festivaltag ganz im Zeichen des Sehens

Am Samstag, den 21. September, lud Visioneers Austria zum ersten Visioneers Festival in der Wiener Brunnenpassage ein. Im Mittelpunkt des ganztägigen Events standen Freud*innen an Mobilität, Orientierung und Kultur sowie Spiel und Bewegung für Blinde, Sehbehinderte und Sehende. Jede/r war herzlich willkommen, gemeinsam über Blindheit hinauszusehen.

Mehr als 250 Besucher*innen tummelten sich am 21. September in Wien-Ottakring und verbrachten ihren Tag beim ersten Visioneers Festival Österreichs. Blinde, sehbehinderte und sehende Menschen konnten gleichermaßen die vielseitigen und kostenlosen Workshops und Aussteller*innen besuchen. Das Angebot reichte von Tanzworkshops, ermöglicht durch Lillis Ballroom und Tanz die Toleranz, über Blindentennis initiiert vom Blinden- und Sehbehindertentennis Graz bis hin zum Informationsaustausch mit Discovering Hands oder Tactile Studio aus Berlin. Auch Gespräche mit Juan Ruiz, Visioneers-Trainer in Österreich, und Daniel Kish, als „Fledermausmann“ bekannter World Access for the Blind Gründer, lockten viele sehende und blinde oder sehbehinderte Menschen in den 16. Bezirk.

Die offizielle Eröffnung des Visioneers Festival erfolgte durch Visioneers-Botschafter Daniel Kish und Trainer Juan Ruiz

Sie brachten den Besucher*innen die von Kish entwickelte ClickSonar-Technik näher und luden ein, die Freud*innen an Mobilität, Aktivität und Kultur zu feiern – egal ob sehend, sehbehindert oder blind. Durch den Tag moderierte Karin Haselböck von Ashoka Österreich, Unterstützer von Visioneers Austria. Den perfekten Ausklang fand das Festival zu den Beats von DJane La Machi, Lillis Ballroom und frischen Drinks an der Bar.

“Gemeinsam mit Visioneers und den Partnerorganisationen des Festivals setzen wir uns für ein selbstbestimmtes Leben und eine volle gesellschaftliche Teilhabe von blinden und sehbehinderten Menschen ein. Wir unterstützen Daniel Kish und Visioneers deshalb dabei, die “ClickSonar” Methode zu verbreiten”, erklärt Georg Schön, Geschäftsführer von Ashoka Österreich.

Sehen trotz Sehbehinderung unter dem Motto #BlindNotBroken

World Access for the Blind Gründer Daniel Kish ist aufgrund einer Krebserkrankung seit seinem zweiten Lebensjahr blind. Mithilfe der eigens entwickelten ClickSonar Methode hat er jedoch gelernt, zu "sehen": Dafür klickt er mit der Zunge und sendet somit Geräusche aus, die von Oberflächen in seiner Umgebung abprallen und zu ihm zurückkehren. Dadurch kann er ein Verständnis für den Raum um sich herum entwickeln und sich darin beinahe so bewegen, wie ein sehender Mensch.

„Visioneers wird in Österreich gebraucht, das zeigt das große Interesse daran. Unser Festival wurde von den vielen Besucher/innen unterschiedlichen Alters und Herkunft toll aufgenommen“, freut sich Daniel Kish über den Erfolg des Visioneers Festivals. „Visioneers ist die einzige Organisation, die Schulungen für ClickSonar anbietet – einer Möglichkeit für blinde Menschen, Geräusche zu nutzen, um ihre Umgebung wahrzunehmen. Und wir sind die einzige Organisation, die Instruktoren ausbildet, um diese Technik zu vermitteln – auch in Österreich. Jede/r Blinde kann von ClickSonar profitieren, weil diese Methode wie keine andere persönliche Freiheit und Bewegungsfreiheit ermöglicht.“, so Daniel Kish, Gründer Visioneers.

Weitere Organisationen, die teilgenommen haben

Lillis Ballroom, Tactile Studios, Bundes-Blindenerziehungsinstitut (BBI), Discovering Hands, Hilfsgemeinschaft der Blinden und Sehschwachen Österreichs, Blinden- und Sehbehindertenverband Wien, NÖ und Burgenland, Tanz die Toleranz (Caritas Wien), Sebus, Barefoot-Austria, Contrast, Österreichische Behindertensportverband und Blinden- und Sehbehinderten- Tennis Graz.

Vielen Dank!

Vielen Dank an Ashoka Österreich, Kahane Stiftung, Essl Foundation und Ketchum Publico die Visioneers Festival ermöglicht.

Unterstützung auch von MyAbility, Casinos Austria und Brunnenpassage (Caritas).

 

Fotos vom Visioneers Festival

 
 

Credits

Photographer: Rupert Pessl
Videographerin: Frames of Life
Location: Brunnenpassage
Projektkoordinatorin: The Good Tribe
Pressearbeit und Nachbericht Festival: Ketchum Publico