Portrait von Daniel Kish. Photo: Rupert Pessl

Portrait von Daniel Kish. Photo: Rupert Pessl

Gründer Daniel Kish

Daniel Kish ist der Hauptgründer und Präsident von World Access for the Blind.

Daniel, der im Alter von 13 Monaten beide Augen durch ein Retinoblastom, einen aggressiven Krebs der Netzhaut, verloren hatte, begann bereits als kleines Kind mit der Zunge Klickgeräusche zu machen, um sich zu orientieren. Als er aufwuchs, machte Daniel das, was die meisten Kinder machen: Er fuhr mit dem Fahrrad und ging in die Schule und verließ sich dabei fast ausschließlich auf die Echoortung, um sich zu orientieren. Später erfuhr er, dass viele blinde Kinder bereits in jungen Jahren eine Form der Echolokalisierung anwenden, aber dass dieses Verhalten häufig von Eltern und Lehrern abgelehnt wird.

Daniel erwarb später zwei Master-Abschlüsse in Entwicklungspsychologie und in Sonderpädagogik. Er schrieb eine Dissertation über die Geschichte und Wissenschaft der Echolokalisierung des Menschen und entwickelte im Rahmen davon eines der ersten Echolokalisierungs-Trainingsprogramme. Daniel hatte vor, Psychologe zu werden. Als er jedoch feststellte, dass nur wenige Blinde von seinem Mobilitätsprivileg Gebrauch machten, gründete er im Jahr 2000 die NGO World Access for the Blind. Daniel ist die erste völlig blinde Person, die offiziell als Orientierungs- und Mobilitätsspezialist zertifiziert wurde. Jetzt bildet er auch andere aus. World Access for the Blind hat über 2.500 blinde Klienten, über 15.000 Familien- und Gemeindemitglieder und über 10.000 Fachkräfte, die mit blinden Menschen arbeiten, in über 40 Ländern geschult. Daniel hat besondere Erfahrung mit Taubblindheit, Autismus und Wahrnehmungsstörungen.

Lies mehr über Gründer Daniel Kish auf der World Access for the Blind-Website.

 

Daniel Kish, bekannt für menschliche Echolokalisierung und Gründer von World Access for the Blind, spricht über die Kraft der Worte, Blindheit und Navigation als blinder Mensch. Keynote auf der Zero Project Conference 2018.